DRUM MACHINE & GROOVEBOX

Drum Machine - für den extra Druck

Eine Drum Machine, auch Drum Computer genannt, ist ein elektronisches Musikinstrument zur Erzeugung oder Wiedergabe perkussiver Töne, sowie zur Programmierung musikalischer Rhythmen.

Drum Computer sind vom Prinzip her Synthesizer, die Klangsynthese erfolgt entweder analog durch subtraktive Synthese oder digital mit Hilfe von aufgenommenen Samples.

Anders als beim klassischen Synthesizer mit integrierten Klavier- bzw. Keyboard-Tasten wird der Ton beim Drum Computer in der Regel über eingebaute Stepsequenzer mit Druckknöpfen, Lauflichtprogrammierung und speicherbaren Patterns, Drum-Pads (Touchpads) wie bei einem elektronischen Schlagzeug oder über externe Signalgeber (z. B. externe Keyboards) mit Hilfe von Schnittstellen wie CV/Gate oder MIDI erzeugt.

Übliche Schlagzeugtöne sind Bassdrum, Snare, Hi-Hat, Cymbals, Hi-/Mid- und Low-Tom sowie Handclap, Rimshot, Tambourine, Bongos oder Rasseln. Wichtige Klangparameter wie Lautstärke, Tondauer, Tonhöhe (Pitch) oder Attack und Decay (Ansteigen und Abfallen der Hüllkurve des Tons) sind oft einstellbar.

Die wohl bekanntesten Vertreter dieser Kategorie sind, die Roland TR-808 und die Roland TR-909, beide genießen Kultstatus. Neuere Drum Computer wie die TR-8S von Roland, emuluieren die Kultgeräte und bieten weitere Features. Die Geräte von Arturia und Korg (Volca-Serie) sind in jedem Fall auch hörenswert.

 

Groovebox - der Begriff wurde von Roland mit der MC-303 (1996) geprägt

Man bezeichnet damit eine Kombination aus Sampler oder ROM-Sampler/ Synthesizer, Sequenzer und Drum Computer.

Heute sind Grooveboxen wie die MC-707 von Roland oder die Electribe von Korg "vollwertige" Produktionszentralen. Vor allem zur Produktion von Electro, Techno, House und Hip-Hop sind diese Geräte beliebt. Die intuitive Bedienung, unabhängiges Arbeiten vom PC bzw. Tonstudio und die unmittelbaren Eingriffsmöglichkeiten in das Abspielgeschehen machen diese Allrounder so beliebt. Bei den aktuellen Geräten steht die Standalone-Produktion im Vordergrund - vor allem durch ein großes Display, vielfältige Klangerzeugungsmöglichkeiten (einschließlich Sampling) und einen umfangreichen Sequenzer.  Auch im Live-Einsatz gelten Grooveboxen als besonders zuverlässig.

Eine Groovebox arbeitet patternbasiert, d. h. die eingegebenen MIDI-Daten sind in sich wiederholenden Blöcken von 1 bis 32 Beats Länge gespeichert. Variationen entstehen durch Stummschalten einzelner MIDI-Spuren, den Einsatz eines LFO (Low Frequency Oscillators), manuelle Filterverläufe oder Anwahl eines neuen Patterns. Grooveboxen haben eine umfangreiche Auswahl an Effekten wie Chorus, Flanger, Hall, Echo und weiteren Spielhilfen wie z. B. einen Arpeggiator, mit dem aus einer einzelnen Note oder einem Akkord Arpeggios entstehen. Drum-Patterns können mit einem Stepsequenzer mithilfe einer Lauflichtprogrammierung erstellt werden. 

Für Produzenten, die Wert auf größtmögliche Flexibilität und Mobilität legen, oder den Liveperformer ist eine Groovebox in jedem Fall eine Überlegung wert.